Geschichte:
Unser Wappen Das Stift in Karden erwarb 1121 Güter in "cheledin" (MRUB I, 445); 1780 ist dieser Grundbesitz in Kail noch nachweisbar. 1806 wurde der Besitz des Stiftes St. Kastor in Karden, das der größte Grundbesitzer im Ort war, von den Franzosen versteigert (Eiß. ill. Ill, S. 317).
Genannt wird der Ort auch im Jahre 1316, als die Pfarrkirche in Pommern der Abtei Himmerod inkorporiert wurde (Wackenroder: KD Cochem, Bd.lI, S. 405). Das Kloster Rosenthal besaß im Ort einen Hof, ferner hatten Güter im Ort die Abtei Himmerod, die Kartause zu Trier, das Franziskanerinnenkloster in Karden, die Abtei Brauweiler in Klotten und das Domkapitel zu Trier. Adelige Grundbesitzer waren die Waldecker von Kaimt, die Freiherrn Boos zu Waldeck, die Freiherrn von Gymnich und die Grafen von der Leyen; die Herren von Pyrmont besaßen Leibeigene in Kail (LHAKo 41,485).
Kail hatte zwar eine Kirche zu Ehren des hl. Bartholomäus, war aber nach Pommern eingepfarrt (Fabricius V, S. 199). Die nach 1905 profanierte alte Kapelle wurde nach dem Lagerbuch 1698/1701 erbaut. 1901/03 erfolgte ein Neubau nach den Plänen des Regierungsbaumeisters und Architekten Leopold Schweitzer aus Koblenz (Wackenroder: KD Cochem, Bd. II, S. 405).

Wappenbeschreibung:
Schild durch eingeschweifte Spitze, darin in Grün eine goldene Urne mit drei Ähren, gespalten; vorne in Silber eine rote Rose, hinten in Silber ein schwarzes Schindmesser.

Begründung:
Die Urne weist auf einen vorgeschichtlichen Fund und auf die römische Ableitung des Ortsnamens Kail als "Gehöft eines Calidus" hin. Vorgeschichtliche Grabhügel der La-Tene-Zeit befinden sich im Distrikt "Kailerwald". Die Ähren sollen an die Entstehung des Ortes erinnern, der als landwirtschaftlicher Gutshof erstmals erwähnt wird und an die Landwirtschaft, die auch heute noch Bedeutung für den Ort hat. Das Kloster Rosenthal war in Kail von 1547 bis 1801 begütert und hatte im Ort einen Hof und reiche Ländereien; das Zeichen für das Kloster ist die Rose. Das Schindmesser ist das Attribut des hl. Bartholomäus, des Schutz- und Kirchenpatrons seit dem Bau der Kapelle nach 1698.

Beschluss des Gemeinderates:
Ortsbürgermeister Michels beauftragte am 2. Mai 1985 den Heraldiker A. Friderichs, Entwürfe für ein Ortswappen der Gemeinde Kail vorzulegen. In seiner Sitzung am 22. August 1985 entschied sich der Rat einstimmig für den Wappenentwurf Nr. 4.

Fachheraldisches Gutachten:
Das Landeshauptarchiv in Koblenz teilte im Schreiben vom 24.09.1985 mit: "Von seiten des Landeshauptarchivs Koblenz bestehen gegen den vorgelegten Wappenentwurf keine Bedenken." (Az.: 2 Zi/270-Kail, gez. Dr. Zimmer).

Genehmigung:
Die Genehmigungsurkunde wurde am 16.12.1985 von der Bezirksregierung in Koblenz ausgestellt (Az.: 100-08, gez. Korbach, Regierungspräsident).

Wappenentwurf:
A. Friderichs, Zell/Mosel


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